Naschmarkt Wien: Stände, Flohmarkt und Tipps
Der Naschmarkt ist Wiens bekanntester Markt und zugleich der am meisten diskutierte: Für die einen ist er ein Stück lebendige Stadt zwischen Karlsplatz und Kettenbrückengasse, für die anderen ein Ort, an dem man für dieselbe Ware das Doppelte zahlt. Beides stimmt – es hängt davon ab, wo man einkauft. Diese Seite erklärt, wie der Markt aufgebaut ist, wann der Flohmarkt läuft und wie man den Unterschied erkennt.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Naschmarkt liegt auf der Wienzeile zwischen Karlsplatz und Kettenbrückengasse, im 6. Bezirk beziehungsweise an der Grenze zum 4.
- Er ist Montag bis Samstag geöffnet, sonntags geschlossen; die Lokale haben abweichende Zeiten.
- Am Samstag findet am westlichen Ende der Flohmarkt statt – einer der größten der Stadt.
- Das Ende Richtung Karlsplatz ist gastronomisch geprägt und teurer, das Ende Richtung Kettenbrückengasse marktnäher und günstiger.
- Beide U-Bahn-Enden sind direkt angebunden: U1, U2 und U4 am Karlsplatz, U4 an der Kettenbrückengasse.
- Preise auszeichnen lassen und nach Gewicht kaufen – bei losem Angebot lohnt der kurze Blick auf die Auszeichnung.
Wie der Markt aufgebaut ist
- Ostende am Karlsplatz Beginn der Wienzeile Der gastronomische Teil mit Sitzplätzen im Freien. Lebendig und praktisch für einen Abend, aber preislich das obere Ende des Marktes.
- Mittlerer Abschnitt Zwischen den beiden Enden Hier stehen die Feinkost- und Gewürzstände neben Imbissen. Der Abschnitt, der dem Markt seinen Ruf eingebracht hat – im Guten wie im Schlechten.
- Westende Richtung Kettenbrückengasse Nähe U4-Station Der marktnähere Teil, in dem tatsächlich eingekauft wird. Preise und Publikum unterscheiden sich spürbar vom Ostende.
- Flohmarkt am Samstag Anschließend an das Westende Einer der größten Flohmärkte Wiens, mit allem von Antiquitäten bis Trödel. Wer etwas finden will, kommt früh.
- Umfeld: Otto-Wagner-Häuser Linke Wienzeile 38 und 40 Direkt am Markt stehen zwei der bekanntesten Jugendstilbauten Wiens. Ein Grund, den Weg entlang der Wienzeile bewusst zu gehen statt mit der U-Bahn abzukürzen.
Wie man richtig einkauft
Die häufigste Beschwerde über den Naschmarkt betrifft Preise für lose angebotene Ware, besonders bei Nüssen, Trockenfrüchten und Gewürzen. Der Grund ist selten Betrug, sondern der Verkauf nach Gewicht bei großzügiger Portionierung: Wer nach hundert Gramm fragt und eine volle Schale bekommt, zahlt entsprechend. Die Lösung ist banal und funktioniert zuverlässig: Menge klar sagen, Preis vor dem Abwiegen erfragen.
Für den regulären Einkauf lohnt sich das westliche Ende Richtung Kettenbrückengasse. Dort ist der Markt am ehesten das, was er ursprünglich war – ein Markt für Wienerinnen und Wiener, keine Kulisse.
Anreise und beste Zeit
Beide Enden liegen an U-Bahn-Stationen: Karlsplatz mit U1, U2 und U4 im Osten, Kettenbrückengasse mit der U4 im Westen. Wer den Markt der Länge nach gehen will, steigt an einem Ende ein und am anderen aus – das sind gut fünfzehn Minuten Fußweg.
Am ruhigsten ist der Vormittag unter der Woche. Samstags ist wegen des Flohmarkts am meisten los, gleichzeitig aber auch am meisten zu sehen. Sonntags ist der Markt geschlossen; wer trotzdem kommt, findet nur einen Teil der Gastronomie geöffnet.
Häufige Fragen
Wann hat der Naschmarkt in Wien geöffnet?
Montag bis Samstag; sonntags ist der Markt geschlossen. Die Marktstände öffnen früh am Vormittag, die Lokale haben eigene, meist längere Öffnungszeiten. Am Samstag kommt der Flohmarkt am westlichen Ende dazu.
Wann ist Flohmarkt am Naschmarkt?
Samstags, im Anschluss an das westliche Marktende Richtung Kettenbrückengasse. Er beginnt früh am Morgen und läuft bis in den Nachmittag. Wer etwas finden will, kommt in den ersten Stunden.
Ist der Naschmarkt teuer?
Das hängt vom Abschnitt ab. Das gastronomische Ostende am Karlsplatz ist deutlich teurer als das Westende Richtung Kettenbrückengasse, wo tatsächlich eingekauft wird. Bei loser Ware wie Nüssen und Gewürzen empfiehlt es sich, die gewünschte Menge klar zu nennen und den Preis vor dem Abwiegen zu erfragen.
Wie kommt man zum Naschmarkt in Wien?
Mit der U-Bahn: Karlsplatz (U1, U2, U4) am östlichen Ende, Kettenbrückengasse (U4) am westlichen. Der Markt lässt sich in gut fünfzehn Minuten der Länge nach abgehen – dabei kommt man an den Otto-Wagner-Häusern an der Linken Wienzeile vorbei.
Wann ist der Naschmarkt am ruhigsten?
An Vormittagen unter der Woche. Am meisten los ist samstags wegen des Flohmarkts – dann gibt es allerdings auch am meisten zu sehen.