Heuriger heißt: junger Wein vom eigenen Weingut, ausgeschenkt vom Winzer selbst. Erkennbar am Föhrenbusch über der Tür und der „Ausg’steckt”-Tafel an der Straße. Wenn der Busch hängt, ist offen.
Wo gehst du hin
In Grinzing (Endstation Tram 38) wirst du immer fündig, aber drei Adressen lohnen sich besonders:
- Mayer am Pfarrplatz (Pfarrplatz 2). Beethoven wohnte hier mal. Großer Innenhof, klassische Karte, lebhaft.
- Heuriger Sirbu (Kahlenbergstraße 210). Auf halber Höhe zum Kahlenberg. Blick über die Reben, leise. Mit dem Auto oder per Bus 38A.
- Reinprecht (Cobenzlgasse 22). Großes Haus, viel Touristen, aber Live-Musik macht die Stimmung.
Wer auf abseits steht: Stammersdorf (21. Bezirk) ist Heurigen-Wien ohne Touristen. Weniger schick, dafür ehrlicher.
Wann
Mai bis Oktober ist Heurigen-Saison. Innen sitzt es sich erst ab Ende Mai gemütlich, der Garten ist das Eigentliche. Donnerstag bis Sonntag ist die sichere Bank. Reservieren musst du nicht, aber unter der Woche sitzt es sich entspannter.
Was bestellst du
- G’spritzter (Weißwein mit Soda). Standard. Sommerlich.
- Viertel Grüner Veltliner. Wiens Hauptrebsorte, trocken, knackig.
- Brettljause: Speck, Wurst, Käse, Aufstriche, Brot. Reicht für zwei.
- Schmalzbrot mit Zwiebel. Klassiker.
- Sturm im Herbst (September/Oktober): trüber, halb-vergorener Most. Verführerisch süß, hat es in sich.
Hin und zurück
Tram 38 vom Schottentor bis Grinzing, etwa 25 Minuten. Letzte Bim gegen 23 Uhr. Nachtbus N38 fährt durch. Taxi ist auch eine Option, mit dem Rad ginge es nur bergab spaßig.